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Swiebodzin und das Lagower Land

Gebäude

Die Wojewodschaft Lubuskie, im 19. Jahrhundert brandenburgisch und zur Neumark gehörend, ist seit Ende 2007 ohne Passkontrolle in weniger als zwei Stunden erreichbar.

 

Sie bietet den Besuchern eine noch wenig berührte Naturlandschaft mit ausgedehnten Wäldern, grossen und kleinen Seen zum Baden, Bootfahren und Angeln und eine Fülle kultureller und historischer Zeitzeugnisse.

 

Auf vielen dörflichen Friedhöfen findet man Grabstellen aus dem 18. Jahrhundert und liebevoll restaurierte alte Holzkirchen. Das Bunkersystem des sogenannten Ostwalles lädt zu abenteuerlichen Fledermausbesuchen ein. Świebodzin, das frühere Schwiebus, ist eine vom Krieg unzerstörte aufstrebende Stadt mit vielen sorgfältig restaurierten alten Bürgerhäusern.

 

Vom Rathausturm hat man eine weite Sicht auf das umgebende Land, auf zwei ehrwürdige Kirchen und auf die nicht fertiggestellte „Jesusfigur". Das städtische Heimatmuseum ist eine Perle der Aufbereitung geschichtlicher Dokumente und Materialien.
 

Rathausturm

Die Swiebodziner leben gern in dieser Stadt mit vielen Arbeitsmöglichkeiten in der einheimischen Wirtschaft.


Zu Neuenhagen bestehen innige städtepartnerschaftliche Beziehungen.


Lassen Sie sich von uns verführen, selbst einmal dorthin zu fahren!

Landkreis Swiebodzin

Rathaus

Hier im Landkreis Swiebodzin stehen Ihnen 3500 Betten in über 100 touristischen Anlagen (Hotels, Pensionen, Privatquartieren und agroturistischen Herbergen) zur Verfügung.
 
Die Hauptstadt des Amtes heißt Świebodzin. Der Name wurde schon im Jahre 1302 erwähnt, wovon die Sammlung des regionalen Museums zeugt, in dem Sie die Geschichte der Stadt verfolgen können. Gleich in der Nähe von dem Renaissance Rathaus, in der historischen Altstadt, können Sie die mittelalterliche Bastei und die Stadtverschanzungen bewundern. Außerdem haben Sie hier die Möglichkeit, eine gotische Kirche und die Reste eines historischen Schlosses, die sich in einem Baukomplex eines orthopädischen Sanatoriums befinden, anzusehen. In Świebodzin sind auch moderne Hotels entstanden, die Ihnen komfortable Bedingungen während Ihres Aufenthalts anbieten. Andere günstige Übernachtungs- und Unterkunftsangebote finden Sie in Motels und Herbergen, die in der Nähe von Świebodzin liegen.

Angeln

Die Gemeinde Lubrza liegt im Ziemia Lubuskas Herz. Die Hälfte der kleinen Fläche ist von Buchen- und Kiefernwald bedeckt. Hier besteht auch die Mögligkeit, in einem der 11 Seen (die insgesamt eine Fläche von 600 ha umfassen) zu baden oder Rad zu fahren. Hier finden Sie anziehende Strände und Seen, die für Wassersport ideal geeignet sind. In den Wäldern könne Sie Blaubeeren und Pilze sammeln, in der Umgebung die Sehenswürdigkeiten besichtigen und vor allem die frische Luft genießen.
 
Das Segeln ist am Niesłysz See ein reiner Genuss. Hier bieten auch viele Erholungszentren und Pensionen, die sich rund um den größten See im Kreis befinden, Gastfreundschaft an, die man selten woanders finden kann. Die Veranstalter sorgen für viele spannende Touristenattraktionen, laden Sie zum frischen und leckeren Fisch ein, der aus den nahen Seen geangelt wird.
 
Sowohl für den individuellen Touristen als auch für angemeldete Touristikgruppen veranstalten wir ein Kanu/Kajakfahrt von Liebenau/Lubrza nach Jordan/Jordanowo ParadyŜ/Gościkowo. Dieser Wasserweg ist wohl der interessanteste in der gesamten Woiwodschaft Lubuskie. Er beginnt in Lubrza am Richtersee und führt über das Mühlenfliess zum Grossen Packlitzsee. Nach ca. 2 Kilometern in östliche Richtung erreichen wir die Packlitzmündung Für angemeldete Touristikgruppen veranstalten wir Ausflüge unter dem Schlagwort: „Gesichter zum Kennenlernen“, welche durch Liebenauer Festungsweg führt. Unsere Expedition beginnt mit einer Kajakfahrt an einem einmaligen Schleusenwerk der Festung.

Klosterkomplex

Der Klosterkomplex in Gościkowo-ParadyŜ ist einer der prächtigsten Denkmäler der Lubuskie Woiwodschaft und des westlichen Polens zugleich, dass uns die Zisterzienser hinterlassen haben. Das schön restaurierte Kloster ist eine wertvolle Perle der architektonischen Kunst auf Ziemia Lubuska. Hier befindet sich das Seminarium Duchowne (das Geistliche Seminar), wo man eine akademische und religiöse Ausbildung bekommen kann.
 
Wenn Sie sich gut amüsieren möchten, müssen Sie unbedingt Zbąszynek, ein Zentrum der einheimischen Folklore und zugleich eine Wohnstätte einer Region des Bockes besuchen. Keine Musik ist schöner als die Melodie, die aus den regionalen Instrumenten der Zespoły Koźlarskie (eine Musikgruppe) ertönt. Die Querpfeife und die Böcke sind jetzt schon in der ganzen Welt bekannt, weil die Musikgruppen zu vielen Konzerten, die in Europa und in den USA veranstaltet werden, eingeladen werden. Die Kapellen nehmen an allen bedeutenden Festen und Feiern in unserem Amt und in unserer Woiwodschaft teil.
 
Das Amt Świebodzin liegt an Verkehrwegkreuzung A-2 und A-3 in der Mitte von der Lubuskie Wojewodschaft zwischen Poznań und Berlin. Auf diesem Gebiet gibt es viele touristisch attraktive Plätze von hohen Naturwert. Man kann hier Naturschutzgebiete und den Łagower Naturschutzpark besuchen. Sie können sich an den klaren Seen erholen, die an großen Wäldern liegen. Die gut entwickelte touristische Basis lädt alle zum Aufenthalt und zu Ausflügen ein.

Erholungszentrum

Die Umgebung von Świebodzin bietet auch viele Denkmäler der Sakralkultur. Im Westen des Kreises befindet sich ein Teil des Międzyrzecki-Befestigungskomplexes, der in den 30-er Jahren des 20 Jhs. gebaut wurde, kurz MRU genannt. Im Süden des Kreises liegt der grosse und reine Niesłysz See, der alle Wassersportler, Taucher und Segler einlädt.

 

Das Rehabilitations- und Erholungszentrum in Przełazy, ist Austragungsort von jährlichen Regattaveranstaltungen. Beachtenswert ist auch Łagów mit einem der tiefsten Seen, dem Trześniowskie See. Er ist über 58 Meter tief. Auch Angler können sich hier gut erholen, sie finden Übernachtung in den Schutztoren. Łagów gehört zu den schönsten und malerischen Ortschaften Westpolens.

Auslandsamtsarbeit Der Świebodziner Kreis pflegt Kontakte mit dem Landkreis Ostprignitz Ruppin in Deutschland und mit dem Kreis Stryj in der Ukraine.
 
Seit drei Jahren wird das Programm „Rural Waters” („Wassertourismus”) mit den Regionen Rupinner Land (Brandenburg), Shanon (Irland), Nord Karelia (Finnland) und Waldviertel (Österreich) realisiert. Die Finanzmittel, die aus dieser Mitarbeit resultieren, unterstützen die Entwicklung des Wassertourismus; das Ziel ist eine gemeinsame touristische Infrastruktur aller Regionen.
 
Im ganzen Kreis installierte man zusätzlich zu den Kennzeichnungen der Radwege 50 Informationsschilder, die Radfahrer und Fußgänger über touristische und landschaftliche Sehenswürdigkeiten informieren. Unsere Gäste können Wassersport betreiben oder die Zeit in den Schwimm- und Sporthallen und Reitzentrum verbringen. Es gibt hier zahlreiche Attraktionen für Touristen: Feste, Märkte und Konzerte, die in Łagów, Lubrza und Przełazy (Segelregatta) veranstaltet werden.

 

Das Landratsamt des Kreises in Świebodzin

ul. Kolejowa 2, 66-200 Świebodzin

Tel. (0048) 684755307, (0048) 684755308

Fax: (0048) 684755305

http://www.swiebodzin.pl

E-Mail:

 

Abteilung für Werbung und Entwicklung des Kreises

Tel./Fax: (0048) 684755325

E-Mail:

Der Świebodziner Landart - Hr Ryszard Szafiński

Der Świebodziner Vize-Landart - Hr Franciszek Karczyński

Die Geschichte Swiebodzins

Die Vergangenheit der 700-jährigen Stadt Swiebodzin/Schwiebus ist vielfältig mit der polnischen und mit der deutschen Geschichte verflochten, da sie als Grenzstadt jahrhundertelang unter Einflüssen von Ost und West stand. Ihre zentrale Lage am Schnittpunkt der Wege zwischen Großpolen, Brandenburg, Schlesien und Pommern prägte sich sowohl negativ in Überfällen, Truppendurchzügen und politischen Verwirrungen als auch positiv in viel begangenen Handelsstraßen und weit reichenden Kontaktmöglichkeiten aus.
 
Dies begünstigte den Handel und das Handwerk. Weit bekannt war die hiesige Tuchmacherei. Selbst der polnische Nobelpreisträger Sienkiewicz kleidet im berühmten Roman „Trylogia“ einen seiner Helden in ein Kleidungsstück aus dem Schwiebuser Tuche. Infolge der Schlesischen Kriege verleibte König Friedrich II. im Jahre 1742 das Schwiebuser Land Preußen ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlossen die Großmächte in Potsdam, die Gebiete östlich der Oder und Neiße an Polen anzugliedern.
 
Die Anfänge der Stadt sind unbekannt. Sicherlich gab es hier 100 vielleicht 200 Jahre vor dem Jahr 1302 schon eine Siedlung. Ob es eine Grenzfeste, ein Marktflecken oder eine Agrarsiedlung war, wurde leider noch nicht ermittelt.
 
Das Schlüsseldatum für Swiebodzin/Schwiebus ist das Jahr 1302. In diesem Jahr hat der Abt des Zisterzienserklosters in Paradies/Paradyz den Grafen Bogus von Wessemberg für die Zeit seines Lebens mit einem Gut belehnt. In der Urkunde, die dieses Ereignis bestätigt, findet sich der Name des Ritter Gniewomir aus Suebusium. Man nimmt an, dass das damalige Schwiebus dem Ritter Gniewomir vom Fürsten verliehen wurde und sein Eigentum gewesen war. Diese Urkunde aus dem Jahre 1302 ist daher grundlegend für die Schwiebuser Geschichte, weil dort der Name Suebusium zum ersten Mal erwähnt wurde.
 
Im Jahre 1335 erhielt Schwiebus die deutschen Stadtrechte. Die günstige Verkehrslage und die zahlreichen herzoglichen und fürstlichen Privilegien haben zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt erheblich beigetragen. Die Bürger errichteten eine schöne Kirche aus Backstein, ein neues Rathaus mitten auf dem Marktplatz und eine sieben Meter hohe Wehrmauer mit zwölf Basteien und zwei Toren um die Stadt. Manchmal jedoch warfen Pest, Krieg und Brand die Stadt in ihrer Entwicklung zurück.

Das Rathaus war Sitz des Bürgermeisters, des Stadtrates und des Gerichtes. Ursprünglich war es ein hölzernes, später, seit etwa 1300, ein gemauertes Gebäude mit schönen Feldsteingewölben, die noch heute im Keller zu betrachten sind. Nach dem großen Brand von 1541 erhielt es das dritte Schiff und zwei Türme: den „Zeigerturm“ und den heute noch bestehenden „Pfeiferturm“. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Rathaus noch mehrmals umgebaut.
 
Die Stadt war durch ihre Tuche bekannt. Wolle lieferte die eigene Schafzucht, doch sie wurde auch im Klostergut Paradies, in Schlesien und in Großpolen angekauft. Die fertigen Tuche führte man nach Polen, Böhmen, Ungarn, Sachsen und Brandenburg aus. Die hiesige Tuchmachergilde besaß sogar ein eigenes Warenhaus in Gniezno/Gnesen, um den Tuchen nach Thorn, Danzig und Elbing Absatz zu verschaffen. Die Wollwaage, die für die Tuchmacher immer von großer Bedeutung war, befand sich lange Zeit im Rathaus und im 18. Jhd. erhielt sie sogar ein eigenes Gebäude.

Die Bierherstellung war das zweitwichtigste Gewerbe der Stadt. Im 17. Jhd. waren unter anderem zwei große Brauereien tätig. Die erste befand sich unweit der Kirchstraße und die zweite dicht am Marktplatz. Diese gehörte der Familie Peschel. Nebenan gab es eine Bierstube, in der das weitbekannte Bier „Peschel- Gold“ ausgeschenkt wurde.

 

Ebenfalls bekannt waren andere Schwiebuser Familien wie Haase, Eckert und Berger. Ein Vertreter der letzteren, Karl Berger, erhielt seinen Meisterbrief als Schlosser und Schmied beim Adam Opel, dem Gründer des Konzerns Opel. Karls Sohn Otto errichtete in Schwiebus im Jahre 1925 die erste Vertretung der Firma Opel östlich der Oder.  
 

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt nur geringe Schäden. Die polnischen Umsiedler aus dem ehemaligen Ostpolen, teilweise auch aus Zentral- und Großpolen brachten in die Stadt neues Leben. In den ersten Transporten kamen Eisenbahner, Bauern und Handwerker, die die Stadt wiederbelebten und entwickelten verschiedenes Gewerbe wie Maschinenbau, Holzindustrie, Möbelherstellung und Nahrungsmittelindustrie.
 
Nach der Wende im Jahre 1989 trat die Stadt auf den Weg der Umwandlung in die Marktwirtschaft und in die neue Selbstverwaltung ein. In den letzten Jahren entstanden neue Betriebe und Unternehmen, nicht selten mit bedeutendem Anteil ausländischen Kapitals.

Die neueste Geschichte der Stadt, in Hinblick auf den sich nähernden Eintritt Polens in die Europäische Union, wird auf neuen freundschaftlichen Grundlagen und in partnerschaftlichen Beziehungen zu europäischen Staaten und Städten gebaut. Die vergangenen Jahrhunderte beweisen, dass Swiebodzin/Schwiebus immer offen war und offengeblieben ist.